Natuerliche-Wolle
Natuerliche-Wolle
Mit Pflanzen gefärbte Wolle

Mit Blauholz und Sandelholz gefärbte Wolle

Aus der Geschichte der Rotfärberei

 

Die berühmteste und teuerste Farbe der Antike war bereits den Phöniziern im 15. Jahrhundert vor Christi bekannt: Purpur

Aus einer Drüse der Purpurschnecke wurde ein kleiner Tropfen einer Flüssigkeit gewonnen.

Mit dieser entstand in einem langwierigen und aufwändigen Prozess unter Verwendung weiterer Substanzen das Purpur.

Um 1 Gramm Purpur herzustellen wurden 8000 – 10000 Schnecken benötigt.

Purpur war dementsprechend teuer und die so gefärbte Kleidung galt als Statussymbol, vor allem der Kaiser und seit dem Jahr 1468 der katholischen Kardinäle.

 

Ein weiterer rot färbender Farbstoff tierischer Herkunft ist das Karmin.

Gewonnen wurde es in Europa aus der Kermes- Schildlaus, die vor allem auf der Kermes- und Scharlach- Eiche zu finden war.

Mit der spanischen Eroberung Südamerikas im 16. Jahrhundert wurde auch in Europa die Cochenille bekannt, mit der schon die Azteken karminrot färbten.

Auch die Cochenille ist eine Schildlaus. Sie lebt auf dem Nopalkaktus und liefert ebenfalls den Farbstoff Karmin. Jedoch ist die Färbekraft der Cochenille derjenigen des Kermes überlegen.

 

Der wichtigste pflanzliche Lieferant für einen roten Farbstoff war der Krapp, auch Färberröte genannt.

Bereits von den Ägyptern, Persern, Griechen und Römern wurde Krapp angebaut.

Krapp galt als eine der schönsten und haltbarsten Pflanzenfarben.

 In den  etwa dreijährigen Wurzeln des Krapp entwickelt sich beim Trocknen der Farbstoff Alizarin.

Wolle, die im Krappfärbebad bei ca. 70 Grad eine Stunde erhitzt wird.

Das blaue Wunder - der blaue Montag - Die Blaufärberei

 

Die Blaufärberei – das blaue Wunder

 

Zum Blaufärben von Leinen und auch von Wolle benutzte man Färberwaid - Isatis tinctoria. Die zweijährige Pflanze wurde vor allem auf Feldern in Sachsen und Thüringen angebaut und im Mai vor der Blüte geerntet. Man verwendete nur die Blätter, denn nur sie enthielten den Farbstoff Indikan - eine Vorstufe des Indigos.

 

 Die Blätter wurden in den Waidmühlen zermahlen und anschließend vergoren. Dazu beließ man den Pflanzenbrei mehrere Tage lang in einem Gärvorgang, den man noch durch Befeuchten mit Urin unterstützte. Das Ende des übel riechenden Gärungsprozesses kündigte sich durch ein Nachlassen des Gestanks an.

 

 Dann wurde der Pflanzenbrei zu apfelgroßen Kugeln geformt, die man an der Sonne trocknen ließ. Diese Waidkugeln konnte man länger aufbewahren und je nach Bedarf verwenden.

 

 Zum Färben musste im großen Kessel eine Küpe angesetzt werden aus Wasser, Salz, zerriebenen Färberwaidkugeln und Urin, den man über mehrere Tage angesammelt hatte.

 

 Die Küpe musste erhitzt und etliche Tage heißgehalten werden. Darin färbte man entweder Garnstränge - das blaue Garn wurde vornehmlich zu Frauenkleidern verwebt - oder das bereits gewebte Tuch, aus dem man hauptsächlich Männerkleidung nähte.

 

 In der Küpe nahm das Garn zunächst eine gelbe Farbe an, erst wenn es auf ein Trockengestell an die frische Luft gehängt wurde, blaute es durch die Einwirkung des Sauerstoffs aus – das sog. blaue Wunder.

 Da dieser Vorgang meist an einem Montag geschah, konnten sich die Färber ausruhen - sie konnten "blau" machen. Noch heute spricht man vom "blauen Montag".

Angelika Jürgensonn-Korjenic

Natuerliche-Wolle
Dorfstraße 11
24870 Ellingstedt


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Tel.: 04627-2583296

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